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«Durch dick & dünn»:
Bald wieder normal?

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«Durch dick & dünn»:
Bald wieder normal?


Dr. Heinrich von Grünigen ist nicht nur eine Radiolegende, sondern auch bekannt für seinen Kampf gegen das Übergewicht. Und das sowohl als Präsident der Schweizerischen Adipositas-Stiftung (SAPS) wie auch als Privatperson. Viel Spass mit der neuen Folge seiner eBalance-Kolumne «Durch dick & dünn»!


Die Corona-Pause geht zu Ende. Das (freiwillige) Impfen greift um sich, die Skeptiker randalieren etwas weniger laut in den Gassen, das Leben kehrt zurück zu fast normalen Verhaltensnormen. Und die Zahl der Ansteckungen nimmt weiter täglich ab…

Aber die Kilos, die wir uns im Home-Office zugelegt haben, bleiben. Sie werden wohl noch eine ganze Weile bleiben, denn sie gehören zu jener anderen Pandemie, welche den ganzen Globus im Griff hat und immer noch weiter um sich greift. Bloss: Obwohl die WHO schon seit Jahren vor der weltumspannenden Gesundheitskatastrophe namens ADIPOSITAS warnt, ist es bisher nicht gelungen, wirksam gegen sie vorzugehen.

Warum haben wir im Kampf gegen Covid/Corona fast klaglos einschneidende Veränderungen unseres Alltags hingenommen, bis zu existenzbedrohlichen Extremsituationen (wenn auch zum Teil finanziell etwas abgefedert)? Und im Falle der globalen Verfettung schaffen wir es nicht, eine griffige, integrale Strategie zu entwickeln? Warum unterwerfen wir uns beim Virus einem staatlichen Notfall-Plan, während beim Übergewicht nach wie vor von der Selbstverantwortung des Einzelnen gefaselt wird?

Der Grund scheint mir einfach: Beim Virus haben wir die überfüllten Intensivstationen gesehen, mit den auf dem Bauch liegenden, künstlich beatmeten Patient:innen… und die Sarglager, gefüllt mit Toten, Erstickten, Verreckten… Das ging uns nahe. Die Adipositas-Toten sind als solche unsichtbar: Sie sterben an Herzversagen, Krebs, Hirnschlag…. quasi «normale» Tode, die man im Alter halt stirbt, was ist da schon dabei?

Pandemie ist nicht gleich Pandemie. Die Fettsucht ist nach wie vor international auf dem Vormarsch, sie ist ein Nebenprodukt unserer Lebensweise. Dass man diese überdenken und verändern müsste, steht nicht zur Diskussion. Oder wird allenfalls gelegentlich in einer TV-Dokumentation zur Diskussion gestellt.

So wie in dieser französischen Produktion mit dem Titel «Dick, dicker, fettes Geld» auf ARTE. Ein unbedingt sehenswerter Gesprächsbeitrag, gerade vor dem Corona-Hintergrund.

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