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«Durch dick & dünn»:
Fortschritt

«Durch dick & dünn»: <br>Fortschritt

«Durch dick & dünn»:
Fortschritt


Dr. Heinrich von Grünigen ist nicht nur eine Radiolegende, sondern auch bekannt für seinen Kampf gegen das Übergewicht. Und das sowohl als Präsident der Schweizerischen Adipositas-Stiftung (SAPS) wie auch als Privatperson. Viel Spass mit der neuen Folge seiner eBalance-Kolumne «Durch dick & dünn»!


Das Virus habe auch sein Gutes. Das ist zwar eine zynische Botschaft für all jene, die in ihrer Existenz bedroht sind und bei den Hilfsmassnahmen durch die Netze fallen. Aber unter dem Strich gibt es immer wieder Phänomene, die sich positiv deuten lassen.

Ein solches ist die Zahl von 12 Prozent, die kürzlich durch die Medien geisterte: Um 12 Prozent sei der Zucker-Verkauf in unserem Land eingebrochen. Wenn man davon ausgeht, dass der Zucker-Konsum pro Jahr und pro Kopf (im Durchschnitt) etwas über 100 Gramm beträgt, dann sind das etwa 15 Gramm, die letztes Jahr täglich «eingespart» wurden. Hochgerechnet ergibt dies doch fünfeinhalb Kilo Zucker, die auf diese Weise nicht mehr durch unsere Kehlen gerieselt sind (oder in Form von Süssgetränken vergurgelt wurden).

Dies wiederum entspricht einer Kalorienmenge von 21 285, auf die wir offenbar verzichtet haben. Und diese Kalorien verkörpern ganze 3 Kilogramm Fett.

Also müssten wir – rein rechnerisch – alle um je drei Kilo leichter geworden sein. Wenn denn das Leben so einfach nach „Stübis Rechnungsbüchlein“ (wie man bei uns zu sagen pflegte) verlaufen würde. Aber die Ernährungsgewohnheiten sind von Mensch zu Mensch verschieden. Es gibt die „Süss-Schnäbel“, die wohl ein Vielfaches der 100 Gramm verputzen, und die bewusst Zucker-Abstinenten, die wenn immer möglich auf Süsses verzichten und nur einen Bruchteil der empfohlenen Menge zu sich nehmen.

Auf jeden Fall zeigt dieses Zuckerexempel, dass wir durchaus in der Lage sind, unsere Essgewohnheiten zu ändern und sie veränderten Situationen anzupassen. Das sollte die für die Volksgesundheit Verantwortlichen eigentlich anspornen, mutige Entscheide zu fällen und die bestehenden Rahmenbedingungen beherzt zu verändern, dort, wo sie eine gesundheitsförderliche Wirkung haben. Und dies mitten im Tal der Corona-Tränen!

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