Zurück

«Durch dick & dünn»:
Vorbildfunktion?

«Durch dick & dünn»: <br data-lazy-src=

«Durch dick & dünn»:
Vorbildfunktion?


Dr. Heinrich von Grünigen ist nicht nur eine Radiolegende, sondern auch bekannt für seinen Kampf gegen das Übergewicht. Und das sowohl als Präsident der Schweizerischen Adipositas-Stiftung (SAPS) wie auch als Privatperson. Viel Spass mit der neuen Folge seiner eBalance-Kolumne «Durch dick & dünn»!


Die Corona-Skeptiker-Community jubelt. Nun ist es offiziell: Alle Schutzmassnahmen sind aufgehoben, null und nichtig. Wir sind wieder frei wie die Vögel unter Gottes Himmel. Das haben uns die Polit-Granden eben eindrücklich vorgeführt: Händedruck wie eh und je, keine Masken, keine Hygiene-Distanz, kein Plexiglas in der Bibliothek… Biden, Putin und sogar unser heimischer Parmelin haben mit allem gebrochen, was uns in den letzten Monaten auf Staatskosten eingetrichtert worden war und woran sich die meisten von uns, wenn auch nicht immer mit Begeisterung, brav gehalten haben.

Die Kommentare der Skeptiker in den sozialen Medien triefen vor Häme. Und wenn morgen (bzw. heute Abend) ein pflichtbewusster Ordnungshüter den offiziell immer noch geltenden Regeln Nachachtung verschaffen möchte, wird er einen schweren Stand haben. Was soll er den Sündern sagen? Wie kann er eine Busse rechtfertigen, wenn sogar die Chefs der Chefs auf jede Vorsichtsmassnahme pfeifen?

Vielleicht – aber das wissen wir nicht so genau – ist es so, dass «Genf» vorübergehend und teilweise zu einer sterilen Enklave geworden ist: Jeder der Akteure wurde lange im Voraus getestet und abgeklärt, desinfiziert und entkeimt, sodass nicht das kleinste Virüsslein übertragen werden konnte, ganz egal, wie sie sich verhielten..? Mag sein. Aber fatal ist und bleibt das Signal, das die TV-Bilder in die verseuchte Welt hinaustragen… wobei natürlich nicht zu übersehen ist, dass ein zumindest freundlich wirkender Händedruck unter Kontrahenten für die Weltgemeinschaft eine wesentlich positivere Botschaft ausstrahlt, als wenn sich die beiden die Faust oder den Ellenbogen oder gar einen Fusstritt gegeben hätten…

Da lob ich mir das zweite Vorbild: den Star-Kicker Ronaldo, der bei einer Medienkonferenz cool zwei Coci-Flaschen aus dem Blickfeld der Kameras stellt und der staunenden Öffentlichkeit empfiehlt, Wasser zu trinken. Die knappe Geste geht augenblicklich viral.

Wir brauchen mehr solcher Influencer, die eine gesunde und bewusste Lebensweise propagieren, ohne dabei auf persönlichen Gewinn aus zu sein. Wer meldet sich?

Alle bisherigen Folgen der Kolumne:

Newsletter

Rabattaktionen, Rezepte & Ernährungstipps direkt in Ihren Posteingang

Durch die Angabe Deiner E-Mail-Adresse stimmst Du unseren Datenschutzhinweisen zu. Diese Einwilligung kannst Du jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen.