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Spargel – die gesunde Beilage für den Frühling

Spargel – die gesunde Beilage für den Frühling

Spargel – die gesunde Beilage für den Frühling


Wenn der Frühling warm ist, sind Schweizer Spargeln schon früh auf dem Markt. Feine und leichte Gerichte lassen sich ganz einfach zubereiten, denn Spargel sind grundsätzlich kalorienarm – fett sind höchstens die Beilagen.


Der weisse Spargel gilt als der edlere. Vielleicht weil seine Zubereitung mit mehr Rüstaufwand verbunden und er eine viel kürzere Saison hat. Weisse Spargeln werden im Boden gestochen, bevor sie ans Licht kommen oder wenn die Spitze grad herausschaut. Das macht man in der Spargelsaison täglich, da Spargeln bis zu 15 cm am Tag wachsen können.

Sein grüner Artgenosse hingegen kann geschnitten werden, wenn er rund 15 cm aus dem Boden herausschaut. Weil er dem Tageslicht ausgesetzt ist, enthält er Chlorophyll, was ihm seine Farbe gibt. Er hat zudem einen höheren Gehalt an Vitamin C und Karotin als weisser Spargel. Beide Vitamine sind Antioxidantien. Sie verhindern die Entstehung der zellzerstörenden «freien Radikale»

Spargeln punkten mit wertvollen Inhaltsstoffen

Weisse und grüne Spargeln punkten gleichermassen stark, was Vitamin E, B1, B2 sowie Kalium, Kalzium und Eisen angeht. Das Eisen aus pflanzlichen Produkten ist im Allgemeinen schlechter «verfügbar» (kann also schlechter verstoffwechselt werden) als Eisen aus tierischen Produkten.

Da tierisches Protein die Eisenaufnahme im Blut aus dem Darm verbessert, empfiehlt es sich, Spargel mit magerem Rohschinken, kombiniert mit Fetakäse als Spargelsalat oder mit einer mageren Quarksauce zu verzehren. Mit diesen Zutaten serviert, kann das Eisen besser vom Körper verwertet werden. Der hohe Nahrungsfasergehalt der Spargeln aktiviert zudem die Darmtätigkeit – eine gute Therapie gegen eine eventuelle Frühjahrsmüdigkeit des Verdauungstraktes.

Achtung: Leichte Spargeln, schwere Beilagen

Im Kaloriengehalt unterscheiden sich weisse und grüne Spargeln übrigens nicht. Sie liefern schlanke 18 kcal/100 g, wobei man mit einer durchschnittlichen Portionsgrösse von 300 bis 400 g rechnet (54 bis 72 kcal). Was Spargelgerichte zu eigentlichen Kalorienbomben machen kann, sind die traditionellen Zubereitungsarten mit Sauce Hollandaise oder (zu viel) zerlassener Butter.

Zum Glück geht es aber auch ohne diese Fettmacher: Wer Spargel als Salat oder mit magerem Rohschinken geniesst, darf ungehindert schlemmen. Eine weitere gluschtige Rezeptidee finden Sie auf unserem Instagram-Kanal…

… und natürlich auch in unserem Portal (nur für eBalance-Mitglieder), zum Beispiel:

Worauf Sie beim Spargelkauf achten sollten

Frische und qualitativ gute Spargeln müssen straff und prall sein und sofort brechen, wenn man sie biegt. Die Schnittflächen müssen glatt sein und beim Eindrücken Saft abgeben. Eingewickelt in ein feuchtes Küchentuch, kann man ungeschälten grünen Spargel bis zu vier Tage im Kühlschrank lagern. Wer gerne ausserhalb der Saison Spargeln isst, kann die geschälten, ungekochten Spargeln ohne Geschmacksverlust tiefkühlen. Vor dem Gebrauch sollte das Gemüse nicht aufgetaut, sondern im gefrorenen Zustand ins kochende Salzwasser gegeben werden.

Woher kommt der spezielle Uringeruch?

Die harntreibende Wirkung von Spargel ist allgemein bekannt. Dafür verantwortlich ist unter anderem die Asparaginsäure. Sie ist eine schwefelhaltige Aminosäure und verantwortlich für den beissenden Geruch des Urins nach dem Spargelverzehr. Die Schwefelverbindung wird im Körper verstoffwechselt und deren Abbauprodukte im Urin ausgeschieden. Der Geruch ist jedoch völlig harmlos und kein Anzeichen für eine Krankheit oder gar eine Vergiftung. Je mehr Sie trinken, desto schneller werden die Abbauprodukte aus dem Körper geschwemmt und der Urin riecht nicht mehr so speziell.

Wer zu Gicht neigt, sollte auf Spargel verzichten – stimmt das?

Wer zu Gicht neigt, kennt sicher die Empfehlung, auf Spargeln komplett zu verzichten. Dafür verantwortlich sind zwei Tatsachen:

  1. Erstens enthält Spargel Purine, die über den Stoffwechsel den Harnsäurespiegel im Blut erhöhen. Befindet sich zu viel Harnsäure im Blut, bilden sich Harnsäurekristalle.
  2. Verstärkend kommt ausserdem die harntreibende Wirkung des Spargels hinzu. Das Entwässern des Organismus erhöht die Konzentration kristallbildender Substanzen im Blut und kann die Stein- bzw. Harnsäurekristallbildung fördern. Die Kristalle können sich dann in den Gelenken ablagern und dort Schwellungen und Schmerzen verursachen.

Trotzdem gehen aktuelle wissenschaftliche Empfehlungen immer mehr davon weg, Menschen, die unter Gicht leiden, von der Aufnahme purinhaltiger pflanzlicher Lebensmittel abzuraten. Hingegen soll anhand kleiner Portionen individuell probiert werden, wie verträglich die Lebensmittel sind. Wenn Beschwerden ausbleiben, kann die Portion beim nächsten Mal vergrössert werden. Und: Um der harntreibenden Wirkung der Spargeln entgegenzuwirken, sollte reichlich getrunken werden.

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