Quiz: 8 Ernährungsmythen im Check

Schreibblock mit dem Text Quiz Ernährungsmythen, recht daneben verschiedene Obst- und Gemüsesorten

3. Mai 2020

, Markus Hofmann

Sie glauben, Sie kennen sich gut mit Ernährungsmythen aus? Dann versuchen Sie mal, alle Fragen in diesem Quiz richtig zu beantworten. Viel Erfolg!

Darf man Spinat wirklich nicht aufwärmen? Ist dunkles Brot immer gesünder? Im folgenden Quiz gehen wir diesen und anderen Ernährungsmythen, die sich um bekannte Fragen ranken, auf den Grund.

Wichtiger Hinweis: Die Erläuterungen zu den Antworten finden Sie unter dem Quiz am Ende des Beitrags. Aber nicht schummeln, gell!


Inhaltsverzeichnis


Unser Quiz

Erläuterungen zum Quiz

Mythos 1: Fruchtsäfte haben mehr Kalorien als Cola.

Wegen ihres hohen Zuckergehalts gelten Fruchtsäfte nicht als Getränke, sondern als Nahrungsmittel. Genau das schlägt sich auch in ihrem Kaloriengehalt nieder. So enthält ein halber Liter Apfelsaft 230 kcal, während Orangensaft sogar auf 255 kcal kommt. Zum Vergleich: In derselben Menge Coca-Cola stecken «nur» 210 kcal.

Mythos 2: Frisches Gemüse hat mehr Vitamine als tiefgekühltes.

Frisches Gemüse hat oft schon einen weiten Weg zurückgelegt, bevor es in Ihrem Supermarkt landet. So gehen viele licht- und hitzeempfindliche Vitamine verloren. Beim Tiefkühlgemüse können wichtige Vitamine erhalten bleiben, indem das Gemüse direkt nach der Ernte mit Wasser und Dampf blanchiert und mittels Schnellgefrierverfahren eingefroren wird.

Mythos 3: Schlafmangel macht dick.

Studien haben bereits mehrfach gezeigt, dass Schlafmangel zu Übergewicht führen kann. Einerseits steigert Schlafmangel die Lust auf fettige Snacks, andererseits wird man durch weniger Schlaf träger. Und damit nicht genug: US-Forscher fanden heraus, dass der Hormonspiegel durch Schlafmangel aus dem Gleichgewicht gerät. Dies hat zur Folge, dass der Spiegel des Sättigungshormons Leptin sinkt, wodurch es zu (Fr)Essattacken kommen kann.

Mythos 4: Kaffee entzieht dem Körper Wasser.

Kaffeetrinker dürfen unbesorgt sein: Kaffee besteht selbst zu fast 100 Prozent aus Wasser. Dieses wird, so haben Studien ergeben, noch am gleichen Tag zu 84 Prozent wieder ausgeschieden. Beim Wasser liegt der Anteil zwar etwas tiefer (81 Prozent), der Unterschied fällt jedoch kaum ins Gewicht. Es stimmt zwar, dass das enthaltene Koffein einen harntreibenden Effekt hat. An diesen gewöhnen sich regelmässige Kaffeetrinker jedoch und der Flüssigkeitshaushalt findet im Verlauf des Tages schnell wieder zu einem Gleichgewicht.

Mythos 5: Brauner Zucker ist gesünder.

Kalorientechnisch schneiden beide Sorten gleich ab: 100 Gramm enthalten jeweils knapp unter 400 kcal. Auch gesundheitlich bringt brauner Zucker keine Vorteile. Zwar enthält er ein wenig mehr Mineralstoffe als weisser Zucker, dabei handelt es sich aber um schwindend kleine Mengen, die vernachlässigt werden dürfen.

Mythos 6: Spinat und Pilze sollten niemals aufgewärmt werden.

Tatsächlich wurde früher davon abgeraten, Pilze aufzuwärmen, weil sie oft mit Schimmel übersät waren. Dessen Giftstoffe konnte Leberschäden auslösen. Heute werden in den Supermärkten nur noch solche Pilze angeboten, die fast schon steril gezüchtet werden. Und was den Spinat betrifft: Stellen Sie Ihre Spinatreste einfach schnell in den Kühlschrank, dann können Sie ihn bedenkenlos einmal aufwärmen. Nur bei Babys und Kleinkindern sollten Sie vorsichtshalber darauf verzichten.

Mythos 7: Rotes Fleisch ist ungesund.

Schon vor längerer Zeit kam eine Studie unter Walter Willett zum Ergebnis, dass rote Fleischsorten Dickdarmkrebs begünstigen. Und Harvard-Wissenschaftler empfehlen, höchstens zwei Mal pro Woche maximal 170 g rotes Fleisch zu essen. Gleichzeitig schiessen auch Studien aus dem Boden, die KEINEN signifikanten Zusammenhang zwischen dem Konsum von rotem Fleisch und Krankheiten feststellen können. Experten sind sich also (wie so oft) uneins.

Mythos 8: Dunkles Brot ist gesundes Brot.

Optische Reize lassen uns auch beim Brotkauf nicht kalt: Ein gesundes Brot stellen sich die meisten Konsumenten dunkel vor. Fakt ist, dass auch dunkles Brot oft nur aus Weiss- oder Halbweissmehl besteht, das mit Malzextrakt eingefärbt wurde. Zwar enthält auch dieses Eiweiss und Stärke, doch mit ihrer äussersten Schicht des Korns wurden auch Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe entfernt.

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