Bianka Hauffe (32) hat 9 Kilo
abgenommen

Behände und vergnügt wie ein kleines Reh

Bianka Hauffe

, 32

 aus Wetzikon ZH

beruf
Medizinische Praxis Assistentin
gewicht vorher
70 kg
gewicht nachher
61 kg
grösse
172 cm

Weitere Erfolgsgeschichten

Das Gewicht war für Bianka Hauffe (32) weder als Kind noch in der Jugend ein Thema. Denn die in Berlin aufgewachsene Wahlzürcherin war immer irgendwie in Bewegung: Mit 12 machte sie Judo, mit 14 wurde sie Mitglied in einem Leichtathletik-Verein und gewann als Läuferin auch mal einen ersten oder zweiten Platz an den regionalen Meisterschaften.

Doch dann wurde ihr Sportverein wegen Mitgliederschwund geschlossen, einen anderen in der Nähe gab es nicht. Ein denkbar schlechter Zeitpunkt: Bianka Hauffe, gerade 21 geworden, normale 63 Kilo schwer und nach dem Abi in der Ausbildung zur Medizinischen Praxisassistentin, hatte jetzt einen gefüllten Tageskalender. Um 5.30 Uhr in der Früh musste sie aus den Federn und sich auf den zweistündigen Arbeitsweg machen. Abends, nach der gleich langen Rückfahrt, war sie «zu müde, um Sport zu treiben. Zudem musste ich oft noch büffeln».

Ein neues Lebensumfeld

Dazu kam vor sieben Jahre der Umzug in die Schweiz – der Liebe wegen. «Jetzt ging es darum, im neuen Job Fuss zu fassen, diesen gut zu machen und Freundschaften zu knüpfen. Da stand der Sport erst recht nicht mehr an vorderster Stelle.»

Zwar sei sie ab und zu für eine Walking-Runde losgezogen oder auf den Crosstrainer gesessen. Auch habe sie es mit einem Fitnesscenter versucht. «Doch dort entwickeln sich – im Gegensatz zu einem Verein – keine Beziehungen zu Menschen. Man sagt sich Hoi und Grüezi, damit hat es sich. Das fand ich langweilig.»

 

 

Biankas Tipps:

 

  • Statt auf fett- und zuckerhaltige Fertigprodukte lieber auf Selbstgemachtes setzen. Joghurt beispielsweise lässt sich ohne grossen Aufwand saisonal und variantenreich zubereiten.
  • Zwischensnacks einschränken. Ich sehe für mich beispielsweise maximal zwei Reiheli Schoggi pro Tag vor und lasse den Rest der Tafel sofort im Kasten verschwinden. Ganz nach dem Motto: Aus den Augen aus dem Sinn. Das hilft – fast immer – diszipliniert zu bleiben.
  • Sport macht fit und ist – besonders in einem Verein – auch für soziale Kontakte förderlich. Ein weiterer Vorteil des Sportvereins: Man hat dort sogar eine Art Personaltrainer, der nichts extra kostet und der einem bei der Zielerreichung kompetent unterstützt und motiviert.

 

Weniger Sport, gleich viel Essen

Die Reduzierung der Bewegung blieb nicht ohne Folgen. Mit 28 Jahren ging es gegen 65 Kilo, nach einer Weile weiter auf 68 Kilo. Ein Abnehmversuch war langfristig nicht erfolgreich, «weil ich 68 Kilo eigentlich gar nicht so schlimm fand und deshalb zu wenig konsequent war». Als «sehr gute Esserin», wie sie sich selber bezeichnet, füllte sie ihren Teller weiterhin so reichlich wie zu ihren Sportzeiten.

Wenn ihr andere Frauen sagte, sie seien «gute Esserinnen» und sich Bianka Hauffe deren Portionen anschaute, dachte sie sich: «Da schlage ich schon viel mehr zu, die denken sicher, ich sei ein Vielfrass!» Ausserdem machte sie sich nach dem Znacht oft noch hinter die Schoggi – innert einer halben Stunden verschlang sie mitunter eine ganze Tafel. «Gummibären kann ich locker wiederstehen, und vom Sofa aufstehen und Chips holen käme mir nie in den Sinn. Aber Schokolade liebe ich einfach heiss.»

Das Jahr der Veränderung

Anfang Januar 2014 – beim Erreichen des Höchststands von 70 Kilo – habe es sie dann «richtig angegurkt», sagt Bianka Hauffe. «Die Rölleli um den Bauch mochte ich überhaupt nicht.» Sie sah sich schon ins Übergewicht und in Kleidergrösse 42 rutschen und machte sich klar: «Wenn ich noch mehr zulege, wird es noch schwieriger, die überflüssigen Pfunde wieder abzuspecken. Jetzt muss ich also ernsthaft etwas tun.»

Gleichzeitig mit einer neuen Arbeitsstelle begann sie mit eBalance. Eine Kollegin hatte ihr das Online-Programm empfohlen, sie fand es überzeugend. «Es ist spezifisch für die Schweiz konzipiert, deshalb finden sich in der Lebensmittel- und Rezeptdatenbank viele Schweizer Produkte und Gerichte. Gut gefallen und geholfen hat mir zudem das Expertenteam, das man bei Unsicherheiten anfragen kann. Die Antworten kommen prompt und sind kompetent und freundlich.»

eBalance als Augenöffner

Das Eintragen der verzehrten Speisen in ihrem eBalance-Tagebuch, die Beschäftigung mit Nährwerten und Kalorien kostete Bianka Hauffe zunächst etwas Zeit. «Es hat mich aber auch schnell zum Umdenken gebracht», sagt sie. Wenn man schwarz auf weiss sehe, wie viel überflüssigen «Schund» man zwischendurch in den Mund stecke – hier ein Guetzli, dort ein Joghurt – könne man das nicht mehr kleinreden.

«Mir war vor eBalance nicht bewusst, wie viele Kalorien beispielsweise ein gekauftes Fruchtjoghurt hat. Heute stehen Nature-Joghurts in meinem Kühlschrank, die ich mit saisonalen frischen Früchten mische, manchmal gebe ich noch ein wenig Vanille-Zucker dazu. Das ist leichter und schmeckt besser.» Light-Joghurts kaufe sie bewusst nicht. «Sie haben vielleicht weniger Fett, dafür teils einen entsprechend höheren Zuckergehalt – und kosten erst noch mehr.»

Neue Essgewohnheiten

Auf dem Speiseplan von Bianka Hauffe hat sich auch sonst so einiges geändert – schlechter geworden ist er deswegen aber nicht. Im Gegenteil: «Ich kaufe nur noch sehr gutes Fleisch mit wenig Fett und brate es ohne Öl in einer beschichteten Pfanne an. Und wenn ich Omeletten zubereite, sauge ich am Pfannenrand das überschüssige Fett mit Küchenpapier auf. Der Geschmack leidet darunter kein bisschen.»

Das Frühstück besteht aus einer Portion Müesli mit Milch und einer Frucht dazu. «Das hält bis am Mittag, zwischendurch brauche ich nichts mehr.» Verspürt sie dennoch mal einen Heisshunger, isst sie einen Apfel oder ein Nature-Joghurt, «aber sicher nichts Süsses mehr.» Eine grosse, ausgewogene Portion steht dann fürs Mittagessen an, so dass sich Bianka Hauffes Magen bis zum Znacht nicht mehr meldet. «Weil mein Partner eine Glutenunverträglichkeit hat, gibt’s bei uns abends anstatt Pasta öfters Reis und Kartoffeln. Davon kann man relativ viel essen, es sättigt auch gut. Auf diese Weise darf ich mir dann als Tagesabschluss ein oder zwei Reiheli Schoggi gönnen. Das liegt gut drin.»

Sport gemeinsam mit anderen

Inzwischen hat Bianka Hauffe 9 Kilo abgenommen und damit sogar eines mehr als geplant. Seit Anfang Juni orientiert sie sich am eBalance-Programm «Ziel Null», «und es läuft gut.» Das heisst, sie kann ihr Wunschgewicht halten.

Als Erfolgsbeitrag nicht wegzudenken sei allerdings, so Bianka Hauffe, dass sie auch wieder mehr Sport betreibe und vor allem das Laufen pflege. Sie ist nämlich dem Leichtathletik-Verein Wetzikon beigetreten. «Dort bin ich mit Abstand die Älteste, aber es ist trotzdem lustig. Ich habe soziale Kontakte und ärgere mich heute selbst darüber, dass ich nicht schon früher beigetreten bin.»

Rundum Erfolg

Tatsächlich schlägt die Bewegung enorm zu Buche. «500 bis 600 Kalorien verbrenne ich zusätzlich an Trainingstagen», sagt Bianka Hauffe und erzählt mit strahlendem Gesicht, ihr Trainer habe ihr kürzlich verkündet, ihre Fitness habe sie bereits soweit verbessert, dass sie Ende September mit dem 12-Kilometer-Pfäffikersee-Lauf den ersten Wettkampf absolvieren könne. «Das war für mich ein Wahnsinnskompliment, ein richtiger Aufsteller!»

Bianka Hauffe spürt aber auch selbst, was sie durch ihre Gewichtreduktion gewonnen hat. «Ich fühle mich leichter, neuer und besser. Eine Elfe werde ich nie sein, aber vielleicht ein behändes Rehli, das sich mit Freude bewegt.»

Jolanda Lucchini, 09.2014

Hinweis: Alle Fotos sind Originalaufnahmen und wurden nicht mit Softwareprogrammen bearbeitet. Die darauf abgebildeten Personen haben ihr schriftliches Einverständnis zur Veröffentlichung gegeben. Beachten Sie, dass eine Gewichtsabnahme individuell verläuft und nicht im Einzelfall vorhergesagt werden kann.