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Ernährungsmythos: Ist dunkles Brot gesünder als Weissbrot?

Ernährungsmythos: Ist dunkles Brot gesünder als Weissbrot?

Ernährungsmythos: Ist dunkles Brot gesünder als Weissbrot?


Optische Reize lassen uns auch beim Brotkauf nicht kalt. So stellen sich die meisten Menschen ein gesundes Brot dunkel vor, gern mit vielen Kernen und Samen bestückt. Aber ist dunkel wirklich automatisch gesünder? eBalance räumt mit dem Ernährungsmythos auf.


Beim Bäcker entscheiden sich viele Kunden für ein möglichst dunkles Brot, denn das soll ja gesünder sein. So einfach ist es jedoch in Wahrheit nicht. Lesen Sie bei uns, warum ein dunkles Brot oft eine Mogelpackung ist – und wann Sie es wirklich mit einem gesunden, nährstoffreichen Brot zu tun haben.


Inhaltsverzeichnis


Dunkles Brot ist oft nur eine optische Täuschung

Nur weil ein Brot optisch dunkel ist, muss es nicht unbedingt aus Vollkornmehl hergestellt sein. Oft besteht dunkles Brot aus eigentlich hellen Mehlsorten wie Weiss- oder Halbweissmehl, welche mit Malzextrakt eingefärbt wurden. In dem Fall ist das scheinbar dunkle Brot nicht gerade ausserordentlich gesund.

Bei Weiss- und Halbweissmehl – oft auch «Auszugsmehl» genannt – wird die äusserste Schicht des Korns vor dem Mahlen entfernt. Danach enthält es immer noch gewisse Mengen an Eiweiss und Stärke, jedoch weniger Nährstoffe als z. B. Vollkornmehl.

Was ein echtes Vollkornbrot ausmacht

Das wirklich gesündere Brot. Denn beim Vollkornbrot werden auch die Randschichten des Getreidekorns mit verarbeitet. Somit enthält Vollkornbrot deutlich mehr wertvolle Mineralstoffe, Vitamine und Nahrungsfasern. Auch sorgt es im Vergleich zu einem Weissbrot für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl.

Leider ist es nicht so einfach, an ein gutes und vor allem echtes Vollkornbrot zu kommen. Zwar darf eigentlich nur ein Brot, das zu mindestens 90 Prozent aus Vollkornmehl oder -schrot besteht, auch als Vollkornbrot bezeichnet werden. In Bäckereien wird der Begriff aber oft eher frei interpretiert.

Vorsicht vor kreativen Brotbezeichnungen

Typische Brotbezeichnungen, bei denen Sie vorsichtig sein sollten sind etwa «Kraftkorn«, «Mehrkorn» oder «Fit und Vital». Diese Begriffe sind nämlich nicht geschützt und können grundsätzlich für alle möglichen Backwaren verwendet werden, unabhängig von ihrem Vollkorngehalt. Oft handelt es sich auch hier um eingefärbte Weissmehlprodukte mit ein paar wenigen Körnern oben drauf.

Fazit

Ein dunkles Brot ist nur dann wirklich gesünder, wenn es aus Vollkornmehl oder Vollkornschrot besteht. Fragen Sie deshalb am besten in der Bäckerei Ihres Vertrauens nach, welchen tatsächlichen Anteil an Vollkorn das jeweilige Brot oder Brötchen enthält. Im Supermarkt können Sie meist auf der Zutatenliste die prozentuale Mengenangabe von Vollkornmehl in den Backwaren prüfen.

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