Fünf wichtige Regeln bei der Umstellung auf eine vegane Ernährung

Die Bedeutung von Mikronährstoffen für einen erfolgreichen Gewichtsverlust

3. Januar 2026

, eBalance

Die Entscheidung, sich vegan zu ernähren, ist ein bedeutender Schritt, der aus verschiedensten Gründen gegangen werden kann. Seien es beispielsweise gesundheitliche, ethische oder umweltbezogene Motive. Allerdings kann die Umstellung auf eine rein pflanzliche Ernährung zunächst herausfordernd erscheinen. Wir nennen Ihnen fünf wichtige Regeln, die Sie dabei unterstützen können.

Informieren Sie sich gründlich

Da bei einer veganen Ernährung alle tierischen Produkte inklusive Milch und Milchprodukte, Eier und Honig nicht mehr verzehrt werden, wird die Lebensmittelauswahl automatisch begrenzt. Je stärker die eigene Ernährung eingeschränkt ist, desto mehr Nährstoffquellen fallen dadurch weg. Damit dann keine Nährstoffmängel auftreten, ist es absolut notwendig, sich vorher ausführlich über die vegane Ernährung zu informieren und sich mit den kritischen Nährstoffen in diesem Zusammenhang auseinanderzusetzen. Mit Hilfe eines umfassenden Ernährungswissens und einer gut geplanten Ernährung ist es aber durchaus möglich, sich bedarfsdeckend (inkl. Vitamin B12-Nahrungsergänzung) zu ernähren. Eine qualifizierte Ernährungsberatung kann Sie ebenfalls dabei unterstützen und Ihnen Sicherheit geben. Zusätzlich empfiehlt es sich, in regelmässigen Abständen bestimmte Blutparameter beim Arzt überprüfen zu lassen, um eine ausreichende Versorgung sicherstellen zu können.

Lernen Sie neue Lebensmittel und Rezepte kennen

Der Übergang zu einer veganen Ernährung eröffnet Ihnen die Möglichkeit, eine Vielzahl neuer Lebensmittel und Geschmacksrichtungen zu entdecken. So einige Gerichte lassen sich auch ganz einfach veganisieren, indem man die tierischen Produkte gut ersetzt. Beispielsweise eignen sich mit Calcium angereicherte Pflanzendrinks anstelle von Milch, Eier in Gebäcken können bspw. gut mit Apfelmus, pürierten Bananen oder Leinsamenmehl ausgetauscht werden. Hefeflocken eignen sich toll in Saucen oder zur Würzung. Lernen Sie verschiedene Zubereitungsmöglichkeiten von Tofu oder allgemein von Hülsenfrüchten als tolle Proteinlieferanten kennen und Sie werden merken, hochverarbeitete Ersatzprodukte mit ungünstiger und langer Zutatenliste braucht es auch in einer rein pflanzlichen Ernährung nicht.

Folgen Sie Ihrem eigenen Tempo

Eine Umstellung der eigenen Gewohnheiten und so auch der Ernährung bedarf immer etwas Zeit. Stressen Sie sich nicht, wenn es anfangs nicht immer perfekt klappt, Rückschläge können vorkommen. Hören Sie dabei auch stets auf Ihren Körper und achten Sie darauf, wie es Ihnen geht. Da mit einer veganen Ernährung mehr Hülsenfrüchte und unter anderem auch damit einhergehend mehr Nahrungsfasern aufgenommen werden, kann es sein, dass sich Ihr Verdauungstrakt erst daran gewöhnen muss. Es kann sich daher auch empfehlen Schritt für Schritt vorzugehen und entsprechend Ihrer Gewöhnung nach und nach mehr nahrungsfaserreiche Nahrungsmittel (Vollkornprodukte, Gemüse, Hülsenfrüchte bspw.) in die Ernährung zu integrieren und ausreichend zu trinken. Hier bieten sich zum Beispiel Wasser oder auch Kräutertees wie Anis, Kümmel und Fenchel an, die möglichen Blähungen entgegenwirken können.

Planen Sie Ihre Mahlzeiten

Um die vegane Ernährung ausgewogen zu gestalten und sich nicht ständig überlegen zu müssen, was man essen möchte, bietet es sich an, einen wöchentlichen Menüplan zu schreiben. So verhindern Sie den täglichen Stress um die Essensplanung und erleben die Ernährungsumstellung entspannt. Notieren Sie sich in diesem Zuge am besten auch Ihre liebsten und schnellsten Rezepte, um die Planung möglichst zu vereinfachen.

Gehen Sie in den Austausch

Wenn Sie sich ganz frisch mit dem Thema vegane Ernährung beschäftigen, kann es sehr hilfreich sein, sich Gleichgesinnte zu suchen, mit denen man Rezepte, Restaurantempfehlungen aber auch einfach Gedanken austauschen und sich Unterstützung holen kann. Besonders in den sozialen Medien finden sich verschiedene Gruppen zu solchen Themen, die man bei Bedarf nutzen kann.

Fazit

Die Umstellung auf eine vegane Ernährung kann eine spannende und bereichernde Zeit sein. Wichtig für das Gelingen sind hierbei eine gute Planung sowie umfassendes Wissen über die Gestaltung einer veganen Ernährung und deren kritische Nährstoffe, am besten begleitet durch eine qualifizierte Ernährungsfachkraft. Sie werden überrascht sein, welche Vielfalt auch eine pflanzliche Ernährung zu bieten hat und wie abwechslungsreich eine solche sein kann, wenn man gegenüber neuen Rezepten und Lebensmitteln aufgeschlossen bleibt.

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