Wir haben uns das Thema genauer angeschaut und geben Ihnen einen Überblick, welche Superfoods ihren Ruf wirklich verdienen und wie du sie clever (und alltagstauglich) in deine Ernährung integrierst.
Was genau sind Superfoods?
Der Begriff «Superfood» ist nicht wissenschaftlich definiert. Meist versteht man darunter natürliche Lebensmittel mit einem besonders hohen Gehalt an Nährstoffen, etwa Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien oder pflanzlichen Proteinen.
Klingt erstmal gut, doch nur weil ein Lebensmittel besonders nährstoffreich ist, heisst das nicht automatisch, dass es in grossen Mengen oder besonders häufig konsumiert werden muss. Und schon gar nicht, dass heimische Alternativen schlechter abschneiden.
Exotische Stars und ihre Wirkung
Hier ein Blick auf ein paar der bekanntesten Superfoods und was sie tatsächlich können:
- Chiasamen:
Enthalten viel Omega-3, Ballaststoffe und pflanzliches Protein. Sie quellen stark auf und fördern so das Sättigungsgefühl.
Alternative: Leinsamen. Sie sind günstiger, regional und ähnlich nährstoffreich. - Açai-Beeren:
Reich an Antioxidantien, sollen die Zellalterung verlangsamen und das Immunsystem stärken.
Alternative: Heidelbeeren. Sie sind heimisch, voll mit Polyphenolen und leichter erhältlich. - Maca-Pulver:
Eine Wurzel aus den Anden, die traditionell als Energie-Booster gilt.
Alternative: Haferflocken. Sie sind ebenfalls Energie gebend, reich an komplexen Kohlenhydraten und B-Vitaminen. - Spirulina:
Eine Blaualge mit viel pflanzlichem Eiweiss, B-Vitaminen und Eisen. Vor allem für Veganer:innen interessant.
Qualität und Herkunft sind wichtig, da manche Produkte Rückstände oder Schadstoffe enthalten.
Superfoods aus der Schweiz ganz ohne Hype
Viele Nahrungsmittel mit Superfood-Potenzial wachsen direkt vor unserer Haustür. Oft sind sie günstiger, nachhaltiger und genauso gesund:
- Hirse: Eisenreich, glutenfrei und ein guter Eiweisslieferant
- Grünkohl: Voll mit Vitamin C, Calcium und Antioxidantien
- Beeren (Brombeeren, Johannisbeeren, Himbeeren): Regional und reich an sekundären Pflanzenstoffen
- Leinsamen: Eine echte Omega-3-Bombe aus dem Acker
- Nüsse: Besonders Baumnüsse und Mandeln punkten mit ungesättigten Fettsäuren, Eiweiss und Magnesium
Braucht man Superfoods wirklich?
Somit lässt sich festhalten, dass man Superfoods nicht unbedingt braucht, sie aber eine sinnvolle Ergänzung sein können. Wer sich ausgewogen und vielseitig ernährt, ist meist schon gut versorgt. Superfoods können gezielt eingesetzt werden, z. B. für ein ballaststoffreiches Frühstück (z. B. Chia-Pudding), für mehr pflanzliches Protein (Spirulina im Smoothie) oder als Nährstoff-Booster im Müesli.
Wichtig zu beachten ist dabei, dass sie keine gesunde Ernährung ersetzen, sondern sie ergänzen.
Clever statt trendy
Superfoods können ein spannender Bestandteil deiner Ernährung sein, müssen aber nicht exotisch oder teuer sein. Oft sind regionale, saisonale Lebensmittel genauso nährstoffreich und ökologisch deutlich sinnvoller.
Unser Tipp: Lass dich nicht vom Marketing leiten, sondern vom Inhalt. Wer bewusst isst, braucht keine Wundermittel, sondern einfach gute, natürliche Lebensmittel.
Superfoods in der Praxis – mit eBalance ganz einfach umsetzen
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