Braten ohne Fett – die besten Alternativen zu Öl, Butter und Co.

Braten ohne Fett die besten Alternativen

14. Juni 2021

, Fabienne Brunner

Zum Anbraten von Fisch, Fleisch oder Gemüse verwendet man üblicherweise Butter oder Öl. Beim Abnehmen achten viele jedoch darauf, besonders fettarm zu kochen. Wir verraten, wie Braten auch ohne Fett möglich ist.

Kochen und vor allem Braten ohne Fett ist zugegebenermassen nicht ganz einfach. Ein paar Alternativen zu Butter und Öl gibt es jedoch, mit denen es gut gelingt. Nachfolgend stellen wir sechs Methoden vor und erklären, wie sie funktionieren. 


Inhaltsverzeichnis


Braten ohne Fett – die 6 besten Methoden und Hilfsmittel

1. Beschichtete Pfanne 

Wenn Sie beim Braten auf Fett verzichten möchten, sollten Sie sich auf jeden Fall eine hochwertige, beschichtete Pfanne anschaffen. Denn dank der Anti-Haft-Wirkung klappt damit das Braten ohne Öl oder Butter recht gut; am besten mit Lebensmitteln, die einen eigenen Fettanteil aufweisen, z. B. Fisch und Fleisch. Allerdings kann es passieren, dass die Bratpfanne nach und nach ihre Beschichtung verliert. Dann sollten Sie mit niedrigerer Hitze braten und sich bei der Zubereitung mehr Zeit lassen. Sollte die Beschichtung schliesslich völlig ihre Wirkung verloren haben, ist es an der Zeit für eine neue Bratpfanne.

2. Mineralwasser 

Ja, Mineralwasser kann tatsächlich zum Braten benutzt werden. Damit es gelingt, sollten Sie allerdings ein paar Dinge beachten. Sie benötigen unbedingt Wasser mit viel Kohlensäure. Ausserdem wichtig: nur kleine Mengen zu benutzen – am besten so viel Mineralwasser, wie Sie auch an Öl verwenden würden. Nimmt man zu viel, entstehen keine Röstaromen, das Essen würde eher gedünstet statt gebraten. 

Und so geht‘s: Stellen Sie den Herd auf mittlere Hitze ein und lassen Sie das Wasser heiss werden. Dann erst legen Sie Fleisch, Fisch oder Gemüse zum Brutzeln in die Pfanne. Wenn das Mineralwasser verdunstet ist, schenken Sie immer wieder kleine (!) Schlucke nach.

3. Backpapier 

Nicht nur im Ofen verhindert Backpapier das Ankleben von Lebensmitteln, es kann ebenfalls zum Braten verwendet werden. Schneiden Sie dafür eine runde Form in der Grösse Ihrer Pfanne aus und legen diese damit aus. Nun können Sie Fisch, Fleisch oder Gemüse auf dem Backpapier platzieren und braten. Temperaturen von 200 bis 250 Grad hält es mühelos aus.

4. Bratfolie 

Eine Bratfolie erzielt denselben Effekt wie Backpapier und hat unter anderem den Vorteil, bereits über eine runde Form zu verfügen. Zudem kann man sie wiederverwenden. Die Reinigung ist problemlos in der Spülmaschine möglich. Bratfolien gibt es für ca. 7 bis 10 CHF im Handel.

5. Trennspray zum Braten

Um (zwar nicht ganz ohne, aber) mit deutlich weniger Fett zu braten, kann man auch ein Trennspray verwenden. Es handelt sich zwar um pflanzliche Öle, jedoch in einer Art Sprühdose. Damit lässt sich der Pfannenboden sparsam besprühen – man verwendet nur einen Bruchteil der Menge an Fett, die man aus der Flasche giessen würde, und spart somit viele Kalorien.

Trennspray ist im Handel für ca. 10 CHF erhältlich. Wer auf Nachhaltigkeit achten möchte, kann sich auch eine wiederverwendbare Sprühflasche kaufen und diese mit eigenem Öl befüllen (ca. 15 CHF).

6. Grillkorb für den Ofen

Fisch, Fleisch und Gemüse fettfrei zuzubereiten, funktioniert – neben der Pfanne – auch gut im Ofen. Idealerweise nutzen Sie dafür einen Grillkorb (Kosten: ca. 20 – 30 CHF). Dieser sorgt dafür, dass die heisse Luft im Ofen sich besser um die Lebensmittel herum verteilt. Dadurch kann sich eine gleichmässige und aromatische Kruste bilden.

Tipp: Fleisch erst in der Pfanne z. B. mit Mineralwasser von allen Seiten kurz anbraten und danach im Grillkorb in den heissen Backofen schieben. Dadurch bleibt es innen schön saftig. 

Darauf sollten Sie ausserdem achten

• Fett ist ein Geschmacksträger

Bedenken Sie, dass Fett zwar einige Kalorien enthält, aber auch als wichtiger Geschmacksträger beim Kochen dient. Speisen, die ohne Fett zubereitet werden, können unter Umständen deutlich weniger aromatisch sein. Abhilfe können intensive Gewürze schaffen.

Alternativ können Sie auch vor dem Servieren noch ein wenig hochwertiges Pflanzenöl nachträglich über das Gericht geben. Das hat zudem den Vorteil, dass es seine wertvollen Nährstoffe behält, welche beim Braten durch das Erhitzen verloren gehen können.

• Manche Vitamine sollten immer mit Fett aufgenommen werden  

Es gibt Vitamine, die nur gemeinsam mit Öl bzw. Fett überhaupt vom Körper verwertet werden können. Deshalb sollten Sie Gemüsesorten, welche die Vitamine A, K, D oder E enthalten, nicht gänzlich ohne Fett zubereiten. 

• Panierte Lebensmittel besser im Ofen zubereiten 

Lebensmittel ohne Panade lassen sich meist einfacher ohne Fett braten. Panierte Gerichte sollte man am besten im Grillkorb im Ofen zubereiten oder alternativ die Mineralwasser-Methode wählen. Besonders gut gelingen übrigens Fischstäbli im Ofen, auch ohne den Grillkorb.

Zum Schluss sei gesagt: Ohne Fett zu braten, ist sicher kalorienärmer. Man muss aber im Rahmen einer gesunden Ernährung nicht komplett auf Fett verzichten. Es spricht nichts dagegen, für die Zubereitung ein hochwertiges Pflanzenöl (z. B. Olivenöl) zu verwenden, sofern Sie massvoll damit umgehen. 

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